Ur-Freiberger


In den Freiberger Pferden ist die Genetik aller ehemals in der Schweiz gezüchteten Pferderassen noch existent. Es stellt ein lebendiges Kulturgut ersten Ranges dar, ist es doch mit der Geschichte der Schweiz auf das Engste verbunden.
 
Starker Charakter, gute Gesundheit, Langlebigkeit, hohe Fruchtbarkeit und ausgeprägter Mutterinstinkt sind die typischen Eigenschaften dieser Rasse.

Den Begriff Ur-Freiberger gibt es noch nicht so lange wie die Rasse selbst. Erst als man begann, beim Aufkommen der Traktoren und der industriellen Landwirtschaft, Araber- und Warmblut in die Freiberger Rasse einzuzüchten, musste man unterscheiden zwischen reinen (0%-Fremdblut) Freibergern (Urfreibergern) oder den modernen Freibergern. Die modernen Freiberger benutzte man vorwiegend fürs Reiten und Springen. Der Urfreiberger hingegen war aufgrund seiner Zuchteigenschaften prädestiniert dafür, vor den Wagen oder den Pflug gespannt zu werden oder im Wald das Holz zu ziehen. Selbst das Schweizer Militär bediente sich der gutmütigen und hart arbeitenden „Hafertraktoren“.  

Auf dem Urfreibergerhof in Niderbipp wurde diese beinahe vor dem aussterben bedrohte Rasse wieder professionell gezüchtet (www.urfreibergerhof.ch). Heute gibt es etwas mehr als 200 reine Urfreiberger Stuten und etwa 50 Zuchthengste.  

Wir tragen mit der Haltung und Zucht dieser Pferde zur Erhaltung der einzigen Schweizer Ur-Rasse bei. Neben diesem Zweck möchten wir auch die Kunst der Pferdearbeit erlernen und immer mehr Aufgaben mit unseren Hafertraktoren erledigen.

Wofür die Urfribis sonst noch gern zu haben sind kann man HIER sehen.


















Fanni und Virginia, zwei Ur-Freiberger Stuten

Neben geringerem Bodendruck und Emissionen gegenüber den Landmaschinen ist es gemäss den Ausführungen von Franz Karl Rödelberger, einem leider schon verstorbenen, querdenkenden Bauern (Buch: „Boden Los“), der im südlichen Schwarzwald einen Hof biologisch bewirtschaftete, ein Erlebnis, mit den schnaubenden Pferden und leicht klirrendem Geschirr den Boden zu bearbeiten. Ein „Hafertraktor“ ist auch reproduzierbar und frisst, was der Landwirt selbst anbaut. Schliesslich trägt der kompostierte Mist zur Bodenverbesserung bei.  

Das Arbeiten mit Pferden hat nichts mit Nostalgie zu tun – im Gegenteil. Es wird bereits wieder zum Trend, Pferde als Zugtiere einzusetzen. So verrichten in Frankreich einige Gemeinden ihre Abfall- und Flaschensammlungen mit Hilfe von Pferdefuhrwerken. Dies aus Kosten- und Ökologieüberlegungen. Am Ende profitieren alle – der Boden, die Umwelt und nicht zu vergessen – der Mensch, denn Arbeit rund ums Pferd gibt es genug und wenn zusätzliche Arbeitskräfte eine sinnvolle und befriedigende Arbeit erledigen, erfüllt sie dies mit Zufriedenheit.

Der Eidgenössische Verband des reinrassigen Freibergerpferdes RRFB setzt sich für den Erhalt des Ur-Freibergers ein. Er wurde in 2008 auf privater Basis gegründet und finanziert, ohne staatliche Unterstützung. Der Verein bezweckt den Genpool der Rasse und mit ihr die Biodiversität zu erhalten.

www.rrfb.ch

Unsere kleine Zucht-Herde mit Nachwuchs Zora.





















Fanni (links) mit ihrem Sohn Maximus, unser erstes Fohlen.





















Mirza, unsere Senioren-Stute im Alter von 27 Jahren weiss noch wie man Kartoffeln häufelt





















Die Ur-Freiberger sind nervenstark und fürs Fahren geeignet. Sonntagsausfahrt mit Mirza





















Tierliebe ohne Grenzen....





















Auch zum Reiten sind Urfreiberger gut geeignet. Weniger schreckhaft, trittsicher und auch bei jungen Reiterinnen beliebt.





















Neu fahren wir mit Geschirr von Sieltec. Es bietet für uns viele Vorteile. Wollen Sie mehr darüber wissen, dann besuchen Sie die Seite von Sieltec Schweiz.