Leindotteröl

Im Mai blüht der Leindotter, den wir zusammen mit Eiweisserbsen in Mischkultur angebaut haben. Insekten wie die im Bild zu sehende Hummel erfreuen sich an der Blütenpracht. Die Mischkultur mit Eiweisserbsen hat einige Vorteile:
- weniger Druck von Mitkräutern
- schnellere Bodenbedeckung nach der Saat und damit besserer Humuserhalt
- Stützung der Erbsen durch den Leindotter
- Ausgleich von Ertragsschwankungen

Im Hintergrund sind nur noch die gelben Blüten des Leindotters erkennbar. Im Vordergrund der angrenzende Buntbrache-Streifen.

Kurz vor dem Ernten: Erbsen und Leindotter sind gleichzeitig "rösch"

Das Dreschen braucht viel Fingerspitzengefühl, denn bei zuviel Wind würden die Leindottersamen nicht im Tank sondern auf dem Feld landen und bei zuwenig Wind kommt zuviel "Grünzeug" mit.

Erbsen und Leindotter frisch und zusammen geerntet.

Unsere Oelpresse lassen wir nur mit ca. 15% der Kraft laufen, damit sich das Oel nicht beim Pressvorgang erwärmt. So ist gewährleistet, dass das Oel unter 40 Grad gepresst wird und alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Um die Leindottersamen zu pressen müssen sie sehr trocken sein. Es braucht Erfahrung und die nötige Geduld, damit am Schluss alles stimmt.

Nach dem Pressen lässt man das Oel setzen. Feine Sedimente sammeln sich am Boden des Behälters. Nach gut 2 Wochen ist es soweit, dass das Oel in Flaschen mit Lichtschutz gefüllt wird. Nun ist es bereit für die kalte Küche, für Salate und auch für das Würzen von gedämpften Gemüse. Wir nehmen es auch anstatt einer Sauce für Härdöpfelstock. Ausserdem pflegt es die Haut und zieht schnell ein, wenn man sich auch Aeusserlich etwas Gutes tun will.

Wir pressen immer wieder kleine Chargen, damit das Oel so frisch wie möglich ist!