Willkommen

auf dem Aspenhof im schaffhauserischen Klettgau. Wir sind ein Ackerbaubetrieb, der nach biodynamischen Richtlinien pfluglosen Mischfruchtanbau betreibt. Diese Art von Landwirtschaft nennt sich auch Regenerative Agrikultur.

Das Foto-Album finden Sie unter "Hof und Team", "Fotoalbum".


Es gibt sie noch auf dem Aspenhof, wenngleich nur vereinzelt - die Apfelblüten. Wie die meisten von euch wissen, gab es Ende April einen gravierenden Frost, der praktisch alle Kirschen- und Apfelblüten vernichtete, von den Reben ganz zu schweigen. Zum Glück haben wir alte Sorten gepflanzt, wie z.B. den Spätlauber, der viel später als andere die Blüten und das Laub ansetzt. Glück im Unglück!
Sogar einige Birnen haben den Frost überlebt. Sie hatten dank der Wärmeabstrahlung der Hauswand die nötigen Grade mehr.
Die Muscat Bleu Rebe hatte auch stark unter dem Frost gelitten, treibt nun aber bereits wieder Blätter aus. Hier half die Nähe zur Südwand des Stalls.
Nicht nur Getreide, Lupinen und andere Ackerfrüchte wachsen bei uns in Mischkultur - auch die Salate :-)

Dieses Jahr haben wir blau blühende, verzweigte Süsslupinen zusammen mit Nackhafer angepflanzt. Die beiden Pflanzen ergänzen sich ideal, denn die Lupine dringt tief in den Boden mit ihrer Pfahlwurzel und fixiert Stickstoff aus der Luft im Boden, während der Hafer eine falche Wurzel treibt und hilft, das Unkraut im Zaum zu halten.
Die Lupinen verwenden wir nach der Ernte für Kaffee und zum Keimen sowie zur Weiterverarbeitung zu Mehl, während der Nackhafer als Körner oder Haferflocken direkt an unsere Kunden geht. Einen Teil erhalten natürlich unsere Pferde.
So schön wie in diesem Jahr war unser Emmer noch nie. In diesem Feld dominierte ein Jahr zuvor noch die Ackerkratzdistel zu ca. 40% der Fläche. Heute können nur noch vereinzelt Disteln gesichtet werden. Nicht, dass ich etwas gegen Disteln habe, denn sie beheben den Mangel, den sie anzeigen (z.B. Verdichtungen in tiefen Schichten, die noch von den Zeiten vor dem Beginn des pfluglosen Anbaus stammen) und ernähren viele Insekten. Aber es ist auch ein Zeichen dafür, dass nach 8 Jahren der bodenschonenden Anbauweise der Boden langsam in Harmonie kommt und dies ganz ohne Kunstdünger oder zugeführten Hofdünger.
Die Kartoffelreihen sind nicht ganz gerade, aber das ist fast normal, wenn man mit dem Pferd häufelt. Noch einmal häufeln und dann wird der Mulch ausgebracht - eine etwa 5cm dicke Schicht aus organischem Material. Dann bleibt die Erde feucht und die Kartoffel kann sich zusätzlich von der Mulchschicht ernähren.
Was hier so hellrosa im Vordergrund blüht ist die Esparsette. Sie gehört zu den Leguminosen und kann wie Klee und andere Stickstoff im Boden fixieren. Wir haben sie in die Pferdeheu-Wiese eingesät, denn sie reduziert den Wurmbefall bei den Pferden und wir können auf Chemie verzichten.